Wine Categories: White

Chardonnay

Die Chardonnay-Traube wurde, so schreibt die Geschichte, angeblich von Kreuzrittern aus dem Libanon nach Frankreich gebracht und von dort aus durch die Benediktiner im Burgund verbreitet. Heute ist der Chardonnay weltweit anzutreffen und zählt zu den besten und edelsten Rebsorten der Welt, den „Cepages nobles“. Als extraktreicher, vollmundiger Spitzenwein mit angenehm fruchtiger, feiner Säure erinnert uns sein Aroma an tropische Früchte, Haselnuss, Vanille …

Riesling

Der Riesling ist eine alte deutsche Keltertraube, die urkundlich erstmalig um 1430 in der Gegend von Worms erwähnt wurde. Die Herkunft des Namens kann nicht eindeutig bestimmt werden, ist vermutlich aber im Oberrheingebiet entstanden. Kennzeichnend für Rieslingweine sind ihre feine Rasse und Eleganz, ihr hervorragendes, mitunter an Pfirsiche, Orange oder Ananas erinnerndes Bouquet und die immer vorhandene kräftige, fruchtige, aber keineswegs störende Säure. In einem mittleren Weinjahr ergeben Rieslinge einen anregenden und rassigen Tischwein, in guten Jahren einen sehr harmonischen, immer eleganten, blumigen Wein und in wirklich großen Jahren außerordentliche Spitzenweine bis hin zur Spätlese. Rieslinge haben für den Weinkenner immer etwas Besonderes zu bieten.

 

Viognier

Diese weiße Rebsorte stammt aus Frankreich, wo sie bereits seit Jahrhunderten in den Weingärten an der Rhone angebaut wird. Mitte des 20. Jahrhunderts war sie jedoch nahezu ausgestorben, lediglich knapp 14 ha Anbauflächen wurden 1971 weltweit statistisch erhoben.

Heute erlebt diese Rebe eine erstaunliche, wenn auch vorerst bescheidene Renaissance. Die Besonderheit ist der geringe Ertrag. Gerade darin liegt aber auch eine Chance für die Erzeugung von Spitzenqualität.

Viognier hat eine kräftige Farbe und einen meist hohen Alkoholgehalt. In den jugendlichen Weinen überwiegen Düfte mit blumigen Noten von Veilchen und Akazie, mit zunehmendem Alter entwickeln sie ein erstaunliches Pfirsich- und Marillenbouquet.

Pinot Blanc

Herkunftsland des Pinot Blanc oder Weißburgunders ist Frankreich, dort fand diese Sorte schon im 14. Jahrhundert Erwähnung. Die früher verwendete Bezeichnung „Weißer Klevner“ wurde Ende des 19. Jahrhunderts in Weißer Burgunder oder Weißburgunder umbenannt, um die genetische Verwandtschaft zum Blauen und zum Grauen Burgunder deutlich zu machen.

Mit seiner hellgelben Farbe wirkt er klar und strahlend. Der Pinot Blanc zeigt ein verhalten fruchtiges Aroma nach Äpfeln oder Quitte, manchmal auch blumige Töne bei geringem Alkoholgehalt und durchschnittlicher Säure. Eine höhere Qualität in guten Weinjahren wird durch längere Flaschenreifung erreicht, hier kann sich ein Aroma nach Brot oder Nüssen zeigen.

Grüner Veltliner

Die Bastammung des Grünen Veltliners ist ab dem 18. Jahrhundert als „Grüner Muskateller“ nachweisbar. Mit einem Drittel der gesamten Weinanbaufläche in Österreich ist er die am häufigsten angebaute weiße Rebe. Vorrangig auf den Urgesteinsböden der Wachau, im Kamptal und Kremstal gedeiht der Grüne Veltliner, auch „Weißgipfler“ genannt, zu besonders elegant- mineralischen Weinen. In Amerika ist er auch unter dem Kürzel „Grüve“ bekannt geworden.

Charakteristisch sind seine grünlich-gelbe Farbe und ein ausgeprägt würziges Bouquet, dessen Aroma an Zitrusfrüchte und grüne Äpfel erinnert, der aber auch ein Pfefferaroma, das hier als „Pfefferl“ bezeichnet wird, entwickeln kann. Der Grüne Veltliner besitzt ein großes Qualitätsspektrum von jung zu genießenden, trockenen Weinen mit knackiger Frische bis hin zu erstklassigen Spitzenweinen, die durchaus eine hohe Lagerfähigkeit erreichen können.