Philosophie

Unsere Philosophie

Was macht das Weingut Burgi Eder aus? Was unterscheidet es von anderen Top-Winzern, nicht nur in Österreich, sondern auch im internationalen Vergleich?

Nicht nur um Antworten auf diese Fragen zu geben sondern auch um interessierten Kunden einen Blick hinter die Kulissen zu gewähren, finden Sie tieferstehend alles Wissenswerte über die Philosophie die hinter dem Namen Burgi Eder steckt und wie sich selbige in den ausgewählten Produkten widerspiegelt.

Über unsere Qualität

Wichtig ist, die Traubenlast im Frühjahr bereits nach der Blüte („Erbsenstadium“) zu reduzieren. Denn bereits zu dieser Zeit beginnt, getreu dem Prinzip „Je weniger Trauben ein Weinstock zu ernähren hat, desto größer ist der Anteil der einzelnen Trauben und deren Beeren an den von der Pflanze zur Verfügung gestellten Nährstoffen“, die Intensivierung und Verdichtung der Geschmacks- und Inhaltsstoffe im künftigen Wein.

Leider wird viel zu wenig nach der logischen Erkenntnis gehandelt, dass jene Mineral- und Nährstoffe, die im Laufe eines Jahreszyklus dem Boden entnommen werden, diesem auch für das nächste Jahr wieder zugeführt werden müssen. Viel mehr wird der Einsatz von chemischen Hilfsmitteln immer mehr zur Generallösung, wodurch nicht nur dem Boden, sondern auch in weiterer Folge die Pflanzen und letztendlich der Wein immer weiter an Qualität verliert.
Bewusst hat sich das Team um „Burgi Eder“ daher gegen den Einsatz chemischer Dünger sowie jeglicher Schönungsmittel entschieden um auch auf lange Sicht das außergewöhnliche Qualitätsniveau der Weine aufrechterhalten zu können.

Um jedem Irrtum vorzubeugen: Auch als die ersten Weinreben vor ca. 9000 Jahren kultiviert und der erste Wein gekeltert wurde, war der Einsatz von Hilfsmittel unverzichtbar um ein gesundes Wachstum der Pflanzen gewährleisten zu können. So wurde der Boden beispielsweise mit Stallmist gedüngt und schon in der Bibel ist vom „Salz des Herrn“ (Salpeter) zu lesen. Auch Schwefel (Sulfur) und Inhaltsstoffe des Urins (Ammonium) wurden bei der Verarbeitung der Trauben zu Wein verwendet. Im Gegensatz zur heutigen Zeit, geschah dies alles jedoch im natürlichen Kreislauf des Wachstums und der Vorgaben der Natur und des Wetters, die die Arbeit im Weingarten maßgeblich bestimmten.

In Rückbesinnung auf diese ehernen Grundsätze der Weinproduktion, in größtmöglicher Anlehnung an Natur und natürliche Gegebenheiten, hat das Weingut „Burgi Eder“ den Entschluss gefasst, die gängigen Methoden der Qualitätssteigerung nicht nur zu adaptieren, sondern sie vielmehr auf die Spitze zu treiben.
Durch eine bewusste Reduktion des Ertrages um bis zu 75% wird nicht nur die best-mögliche Traubenqualität garantiert, sondern in weiterer Folge auch ein Maximum an Geschmacks-und Inhaltsstoffen im späteren Wein konzentriert.

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Egal, ob Weißwein oder Rotwein … die Qualität des Weines entsteht im Weingarten.

Das bedeutet nicht nur qualitätssteigernde Maßnahmen zu setzen, wie etwa das gezielte Entfernen von Blättern und Geiztrieben, eine planmäßige Mengenreduktion durch vorzeitiges Abschneiden von Trauben, die händische Lese mit dem Aussortieren von kranken oder unreifen Trauben und natürliche Grün- und Mineraldüngung, sondern vor allem das ständige Betreuen der Weingärten und die sorgfältige Pflege und Überprüfung der einzelnen Reben.

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Das Weingut

Seit der Gründung des Weingutes im Jahre 1896 hat man sich höchst möglicher Qualität sowie naturbelassener Herstellungsverfahren verschrieben.
Diese Grundsätze ziehen sich wie ein roter Faden durch jeden Arbeitsschritt im Weingut – von der sorgfältigen Auswahl des optimalen Traubenmaterials bis hin zur Veredelung und Reifung der Weine im kleinen Barrique. So wird bereits vor dem Lesen besonderes Augenmerk auf die Pflege der einzelnen Rebstöcke, sowie die strenge Selektion der Weintrauben gelegt. Der Grundsatz „Qualität statt Quantität“ hat hier oberste Priorität.
So wird durch doppelte und dreifache Kontrollen sichergestellt dass keine einzige Traube angefault oder von Botrytis befallen ist.
Grundsätzlich wird weitestgehend auf den Einsatz von Maschinen verzichtet um, durch händisches Schneiden und Lesen, die Trauben möglichst schonend und unbeschadet zu ernten und so den hohen Qualitätsansprüchen gerecht zu werden.
Hier gilt die Maxime: Die Arbeit die im Weingarten nicht gemacht wird, kann man im Keller nicht mehr nachholen. Der Faktor Mensch wird bewusst in der Herstellung zurückgenommen um dem Wein Raum zum Entfalten zu geben und der sortentypischen Geschmacksentfaltung nicht im Weg zu stehen.
In Zeiten der maschinellen Standardisierung hat es sich das Team um das Weingut „Burgi Eder“ zum Ziel gesetzt den Weinbau wieder zu einer Kunstform zu erheben und bewusst eine Gegenposition zu Massenproduktion einzunehmen.
Auf die Verwendung von chemischen oder natürlichen Zusätzen zur nachträglichen Schönung und Formung der Weine wird komplett verzichtet. Vielmehr will man eine individuelle Ausprägung der einzelnen Rebsorten und Lagen jahrgangstypisch gestatten und fördern. Statt durch den Griff in den Chemie-Schrank ein immer gleichbleibendes- und schmeckendes Produkt zu erzeugen will man dem Wein seinen eigenen Charakter zurückgeben, der ihn zu einem so außergewöhnlichen und kostbaren Gut macht.

So wird die geschmackliche Vielfalt nicht beschnitten sondern vielmehr herausgearbeitet und weiter verfeinert. Durch Jahrtausende alte Prinzipien und Techniken werden die jeweiligen Klein-Klimata, sowie Eigenheiten der einzelnen Sorten beachtet und aufeinander abgestimmt umso das volle Potential der Weine nutzen zu können.
Schon bei der Bepflanzung wird besonderes Augenmerk auf die Bedürfnisse der verschiedenen Sorten gelegt. So wird, durch Abstimmung mit dem jeweiligen Terroire, ein optimales Wachstum, und damit höchste Qualität der Trauben erreicht.

Die besonderen klimatischen Bedingungen des Kamp-Tals – kühle Nächte, heiße Tage – werden nicht länger ignoriert sondern vielmehr dazu genützt herausragende, abwechslungsreiche Weine zu produzieren.

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